Gartenrenovierung – altes Material in neuem Glanz

Christiane an Svenja

Grüß Dich, liebe Svenja! Was für eine Hitze… ich kann mich nun nicht mehr über den Sonnenschein freuen… und das mir! Wo ich doch so eine Sonnenanbeterin bin! Aber nun sind es schon fast 3 Monate ohne nennenswerten Niederschlag. Alles vertrocknet, wenn man nicht gießt… hatten wir es jemals soo heftig? Da muss nachgedacht werden… auch über Gartenrenovierung.

 

Gartenrenovierung als Antwort auf Spielarten des Klimawandels?

Wahrscheinlich müssen wir uns bei der Gartengestaltung noch mehr auf Klimaextreme einstellen. Zum Beispiel haben Rhododendrongärten da ganz schlechte Karten. Rhododendren leiden sehr unter der Trockenheit, schmeißen Blätter ab, werden krankheitsanfällig. Wir haben da in den letzten Jahren schon einige Gärten umgestaltet. Aber das war hier noch nicht so das Thema, als ich vor gut 3 Jahren den Auftrag erhielt, den Garten einer alten Stadtvilla umzugestalten. Die Besitzer: Kirsten, eine Schulfreundin von mir aus Kindertagen und Norbert, ihr Mann, hatten Größeres vor.

„Gartenrenovierung – altes Material in neuem Glanz“ weiterlesen

Ist die Filzige Klette „gartenunwürdig“?

Christiane schreibt am 16. Juli

Es ist schon ein paar Tage her, liebe Svenja… ich machte einen spontanen Spaziergang. Es trieb mich raus, Beine vertreten… durch die Felder streifen… Gedanken laufen lassen…

Stoppelfeld

Und es funktionierte perfekt. Das frisch gedroschene,  wirklich goldgelbe Stoppelfeld gleich oben am Stifterberg, der Duft frischen Strohs tauchte mich sofort ins Kinderglück, bin ich doch als Kind dauernd auf dem Bauernhof nebenan gewesen. Hab noch die Ernte mit Garben und Hocken auf dem Feld miterlebt…

Ich gehe weiter in die Feldmark hinein und werde zunehmend von Trauer gepackt beim hautnahen Miterleben der Trockenheit. Bei mir im Garten gieße ich. Folglich blüht es und wuchert bei der andauernden Wärme. Hier geht der Bewuchs an den Feldrändern und im Feld in die Knie. Alles schlappt und verkümmert. Alles? An einem Rapsfeld sehe ich schon von weitem große, grüne Silhouetten stehen. Kletten! Sofort auch hier Kindheitsbilder. Wir haben ganze Skulpturen aus Kletten gebaut. Und natürlich damit geworfen… wir Mädchen mit den langen Haaren hatten natürlich die schlechteren Karten…

Filzige Klette

 

Die Filzige Klette ist eine elegante Schönheit

Was mir jetzt auffällt ist die Schönheit, besonders eben dieser Klettenart! Denn es ist die Filzige Klette, Arctium tomentosum, die hier vor mir steht. Mit ihrem silbergraugrünen Filzkleid ist sie bestens gegen die Trockenheit geschützt und hat eine kräftige Pfahlwurzel, die wohl noch an wasserführende Schichten herankommt. Spontan fällt mir ein, dass Klettenwurzelsud als Haarwuchsmittel gut sein soll… ist mir auf einmal sehr plausibel!

Blütenstand der Klette,

Und wie elegant das Violett der Blüten zum Graugrün der Pflanze aussieht. Sie ist richtig attraktiv! Und ist jetzt hier eine der wenigen Nahrungsquellen für Insekten. Auch das noch! Nicht nur, dass die Wildblumen in der Landschaft zurückgehen, nein – dieses Jahr vertrocknen sie auch noch.

Während meines weiteren Spazierganges spiele ich Gestaltungen mit der Klette durch. Kombiniere sie mit Rutenhirse und Lampenputzergras, kleinen und großen, gelben und weißen Königskerzen. Mit Ziest, Flocken- und Glockenblumen. Mit Lavendel, Witwenblumen und Knautien. Klar ist, dass die Gestaltung einen wildhaften Ansatz braucht. Und klar ist auch, dass man aufpassen muss, auf die Klette im Garten, denn sie versamt sich gerne. Aber das tun andere auch.

Weißt Du, was eine Pflanze zur Gartenwürde erhebt? Müssen wir im Angesicht der Klimaveränderung nicht zu noch weiter gefassten Ansätzen kommen, als der „New Germain Style“ es propagiert? Sind nicht alle Pflanzen gartenwürdig? Wahrscheinlich hat auch Cassian Schmidt die Klette schon beäugt… der sozusagen deutsche Vater dieser Präriegarten-Kultur…

Mit herzlichen Grüßen aus dem Gedankenkarusell von Tine

Svenjas Antwort am 29. Juli

Liebe Tine,

wir sind wieder da!  Waren ein paar Tage auf Amrum und es war – zu heiß!  Morgens am Strand ganz herrlich, aber über Tag, puh…….  und alles so verdorrt, oh manno.

Ich habe Deine mail über die Klette mit Interesse gelesen und mit Rainer darüber geredet, ja, sie ist wirklich schön.  Und eine der wenigen Wildpflanzen, die auch auf Amrum noch blühte.
Ich glaube, das Thema „Vermehrungsfreudigkeit“ hat doll was mit Gartenwürdigkeit zu tun.
Zum Beispiel das Schmalblättrige Weidenröschen, Epilobium angustifolium, das bezaubert im Hochsommer durch seine rosa Blütenkerzen so sehr.  Ich hab schon oft gedacht, warum man wohl immer mit den Prachtkerzen (Gaura) so rumhühnert, jeden Winter gehen sie hops, dabei sind die Weidenröschen so charmante Alternativen.  In weiß haben wir sie hinten im Garten, ganz wunderschön, die rosafarbenen werden wir dort auch ansiedeln.  Natürlich muss man aufpassen, sie bilden Ausläufer und versamen sich auch, aber das kann man im Griff haben, denke ich.

Weidenröschen

Wir hatten übrigens 5 mm Regen gestern, das ist eine halbe Gießkanne auf einen Quadratmeter verteilt, nix sozusagen, aber die Luft war nach dem Regen herrlich frisch und heute morgen auch noch…..

Liebe Tine, ich wünsche Dir einen guten Sonntag in Eurem schönen, luftigen Haus, schreibe Dir später noch mehr über Amrumer Gartenthemen….

liebe Grüße
Svenja

 

 

 

 

 

 

Taglilien – Träume werden wahr

Christiane schreibt am 11. Juli

Es regnet… Svenja… unfassbar! Dicke Tropfen prasseln auf die Dachfensterscheibe… welch eine Freude. Nach 2 Monaten Trockenheit der erste richtige Regen… man meint, die Pflanzen schlürfen zu hören…

Taglilien – Vielfalt ohne Ende

Warst Du schon mal im Taglilien – Garten von Gabriele Behrens? Also… wie soll ich sagen: Du flippst aus! Diese Sortenvielfalt ist unglaublich!

Taglilien - Schönheiten

Es gibt klare, große Sterne und kleine rundliche Blüten, auch gefüllte,

gerüschte Taglilien

gewellte und gerüschte Formen, ganz kleinblumige und niedrig wachsende,

Taglilien in Rosatönen

und bis 1 m hohe Pflanzen – im warmen, aber auch im kühlerem Farbspektrum.

Offener Garten am 14. und 15. Juli

Gabriele Behrens ist leidenschaftliche Sammlerin und Züchterin. Aktuell wohnen 480 Sorten in ihrem 1000 qm großen Garten, zusammen mit allerliebsten Zwerghühnern und ihren Kücken. Frau Behrens weiß natürlich vieles über Hemerocallis, so der bot. Name dieser sehr robusten, trockenheitsvertäglichen  und pflegeleichten Pflanzengattung, zu erzählen.          Und ich sage Dir: es ist eine Reise wert. Sie selbst fuhr schon nach Amerika, um seltene Sorten zu ergattern und sich mit Züchtern auszutauschen. Und es gibt auch welche in Töpfen bei ihr zu kaufen, solange der begrenzte Vorrat reicht. Hier wird nicht aus kommerziellen Gründen gegärtnert, sondern aus Liebe. Nix wie hin…

Gabriele Behrens, Ferdinand-Harms-Str. 7, 23714 Bad Malente, www.taglilientraum.de

Svenja schreibt zurück am 11. Juli

Moin Tine,

oh, wie gut Du es hast, hier regnet es leider nicht….

Aber bei Frau Behrens war ich auch schon mal und der Garten ist wirklich schön!  Am kommenden Wochenende hat sie Samstag und Sonntag von 11-17 Uhr geöffnet – ich denke auch, wer Zeit hat, sollte hin fahren!

Liebe Grüße

Svenja

 

Meinungen zum Film „Magischer Garten“

 

Christiane schreibt am 7. Juli

Moin, Liebe Svenja

Juchuu!… Thomas hat es geschafft. Unser erster Film ist drin. Über unseren „Magischen Garten“ auf dem Stockseehof, bei den Small Gardens.

Aller Anfang ist schwer

Ich hatte es mir tatsächlich einfacher vorgestellt. Aber die Erstgeborenen haben es bekanntlich immer etwas schwerer. Und für die Technik ist ja zum Glück Thomas zuständig. Entsprechendes Equipment ist bereits angeschafft und wir sind auch schon am Üben. Es macht so viel Spass, sich auf neues Terrain zu begeben…

Svenja dazu

Moin Tine,

ich finde, Thomas ist ein Held, dass er sich da mal eben so nebenbei (schließlich ist er eigentlich am Steine-schleppen und Garten-bauen) eingearbeitet hat und das so hinbekommen hat!

Danke!

Liebe LeserInnen,

wir freuen uns über Meinungen dazu….
und Ihr dürft gespannt sein, das nächste Thema ist schon in Vorbereitung!

Liebe Grüße
Svenja

Mein glutenfreies Traum – Frühstück

Christiane an Svenja am 4.Juli

Habe ich Dir eigentlich jemals erzählt, liebe Svenja, was ich da eigentlich immer esse, wenn ich aus meinem Thermosgefäß diese undefinierbare Masse in mich hinein löffele?  Frühstücksbrei, zweiter Teil… sage ich dann gerne… und es wird nicht weiter nachgefragt. Eher mitleidig gelächelt, wenn ich den Hintergrund erläutere. Glutenempfindlich. Ob ich mich damit krank fühle, fragte mich unlängst eine Kundin.

Wir haben unser Leben selbst in der Hand

„Mein glutenfreies Traum – Frühstück“ weiterlesen

Sommerliches Grillvergnügen

Sommerliches Grillvergnügen

Lachspäckchen mit Kräutern

Etwas Olivenöl auf einen Bogen Alufolie geben, darauf gesalzenes und gepfeffertes Lachsfilet.   Zucchinischeiben schuppig darauf legen, mit Kräutern (hier Fenchel und Bohnenkraut) belegen, Salz, Pfeffer, eine Scheibe Zitrone und noch etwas Öl drüber….  Päckchen gut zuwickeln und ab auf den Grill.   Die Grillzeit hängt von Grill, Lachsdicke und Gluthitze ab, einfach mal reingucken, es geht schneller, als man denkt!

Solche Päckchen machen wir auch mit Gemüse und Schafskäse, immer mit vielen Kräutern, gerne auch mit Knoblauch….

Tine, oder Ihr da draußen, wer eine Alternative für Alufolie weiß, der möge sich gern melden.
Vielen Dank.