Glücklich! – mit Farbe auf dem Teller

Christiane schreibt am 15. November

Moin, liebe Svenja,

es ist schon 14 Tage her, dass ich meine Tomaten abgeerntet habe, vor dem angesagten Frost, der dann glimpflich ausfiel. Ich habe sie eingekocht, die knallfarbene Vielfalt der Tomatensorten. Mir macht es einen Heidenspass, Farbe auf den Teller zu bringen und das Essen hübsch zu machen… das Auge ißt mit… und die Säfte fließen. Und weil sich die verschiedenen Farben positiv auf unseren Organismus auswirken sollen, bemühe ich mich auch deshalb drum.

Farbige Gemüsevielfalt einfangen

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Mispel – ein besonderer Schatz im Garten

Mispel
Svenja schreibt am 5.11.

Moin Tine,

wie alle Obstbäume trägt auch unsere Mispel in diesem Jahr wie doll und verrückt.
Möchtest Du welche haben?
Liebe Grüße
Svenja

Tine

Oh jaaaa! Svenja,
leider haben wir keine Mistel mehr. Vor 20 Jahren sind wir mit unserer Mespilus germanica umgezogen…das hat sie nicht verkraftet. Sie wurde von Wühlmäusen attackiert und ich habe es zu spät bemerkt…

Svenja

ach, wie schade!!!
Ich kann mich erinnern, als Ihr noch in Hutzfeld wohntet, da waren wir mal bei Euch zum Essen eingeladen und es gab irgendetwas wildhaftes oder geflügeltes, also vielleicht Gans oder Wildschwein???

Auf jeden Fall gab es Mispeln dazu.

Und das ist das erste und bisher einzige Mal gewesen, dass ich Mispeln gegessen habe. 
Die waren weich und hatten große Kerne und es gab sie einfach so zum Fleisch, wenn ich mich richtig erinnere….
Das war sehr lecker damals, aber ist echt lange her.
Was machst Du denn sonst so mit Mispeln?

Tine

Also, Svenja, ich habe doch keine Mispeln mehr!
Also die Wühlmäuse fraßen die Wurzeln dieser Mispel, von der Du in Hutzfeld gegessen hast, ab. Nachdem wir mit ihr nach Garbek gezogen sind. Der Baum ging ein!
Es dauerte ein paar Jahre, bis ich mir einen neuen anschaffte… weil irgendwie vermisste ich sie im Winter, besonders zu Fleisch, wie Du es beschreibst.

Also kaufte ich mir eine neue Mispel.

Die wuchs auch kräftig los und war sehr stachelig. Sie wuchs uns wuchs und machte aber keinerlei Anstalten zu blühen und zu fruchten… Nach 5 oder 6 Jahren dann gab es einige wenige Blüten und noch weniger Früchte. Der Baum wuchs und war stachelig, wir stachen uns daran… 
Kannst Du Dir denken, wie es weiterging?

Svenja - am 6.11.

Hallo Tine,
oh, ich ahnte, fragte ein schlaues Buch und lernte, dass es eine Wildform mit Stacheln und Kultursorten gibt….
Kultursorten, mit großen Früchten, mit vielen Früchten und auch welche mit buntem Laub….
Der Baumschulkatalog gibt da nicht so viel her, da steht nichts über Sorten, nur die Art ist im Angebot. Hm, da müsste man mal fragen, was da hinter steckt…..

Was hast Du denn gemacht, mit Deiner Stachelmispel?
Hab einen schönen Dienstag, ich geh gleich mit den Hunden (es wird schon hell!!) und düse dann nach Kiel in den Laden.
Liebe Grüße
Svenja

Tine

Genau… Svenja…. ich hatte offensichtlich eine Wildform erwischt. Und sie machte wenig Freude, nur Verdruss. Weil sie zu groß wurde… ein igeliger🦔 Stachelbusch, an dessen wenige Früchte man nicht herankam. Weil er auch noch dicht am Weg stand, kam er weg.
Schmerz. Wieder keine Mispel. Und ehrlich gesagt, hat das Thema bis jetzt geruht, obwohl ich diese eigenartigen, so mystisch anmutenden Früchte 💖….
Mittlerweile weiß ich auch gar nicht mehr wo hin mit dem Bäumchen, denn so sehr groß werden sie gar nicht… wie ein Apfelbaum oder so…. 
Mispel
Hab einen schönen Gang im Morgennebel! 🐕
Tine

Tine nochmal
Hey, Svenja!
Inzwischen weiß ich, wo ich sie , die Neue, hinpflanze.
Allerdings wird dafür ein Pfaffenhütchen weichen. Dass ist insofern nicht so schlimm, weil ich noch ein zweites Pfaffenhütchen habe… ohne Pfaffenhut im Garten, das geht ja auch gar nicht. Schließlich können Rotkehlchen ohne die Samen von dem Strauch nicht leben, das habe ich jedenfalls vor langer Zeit mal gelernt… und dieser Euonymus europaeus, so der bot. Name, hat nie richtig Früchte angesetzt… komischerweise!
Jetzt muss ich nur noch herausfinden, ob es Sorten von Eßmispeln gibt. 
Weißt Du darüber Einzelheiten?
Svenja am 11.11.
Moin Tine,
ja mich hat der Glitzer erwischt – Du wunderst Dich, warum ich mich nicht melde – ich bin in Kiel gewesen, die letzten Tage. Habe im Basilikum alles hübsch gemacht, die vorweihnachtliche Stimmung eingefangen, schon viele Weihnachtsgeschenke für Kunden liebevoll verpackt – aber auch noch Zwiebeln verkauft. Also, das ganz normale November-gewimmel….

Ich habe aber meinen Baumschullieferanten zum Thema Mispel befragt und ich schicke Dir hier mal seine Antwort:

….Im Handel sind hauptsächlich Veredlungen auf Weißdorn. Es soll sich dabei um großfruchtige Mispeln handeln. Genauere Sortenangaben sind nicht vorhanden. In der Theorie gibt es verschiedene Sorten, die jedoch wegen fehlender Nachfrage hier nicht in Anbau sind.

Selten tauchen auf dem Markt auch Sämlingsgezogene auf, deren Herkunft allerdings unklar ist. Zertifizierte Mutterbestände zur Saatgewinnung gibt es, soweit ich weiß, nicht, also kann dabei alles Mögliche herauskommen. Selbst Bestäubungen durch andere Rosaceaen, insbesonde Crataegus sollen schon vorgekommen sein, was dann zu irgendwelchen komischen Hybriden geführt haben soll.

Eine Antwort mit vielen Konjunktiven. Ich werde mal versuchen, jemanden aufzutreiben, der sich besser damit auskennt und mich dann noch einmal melden.
Ich finde die Antwort eigentlich ganz aussagekräftig – Veredlungen im Handel, aber komische Hybriden gibt es auch…. Das klingt doch so, als wenn Deine Stachelmispel sich mit einem Weißdorn eingelassen hätte….. (also, ihre Eltern….).
Und Sorten, die definiert sind, gibt es sicher auch, da hab ich mal bei Häberli geguckt, Baumschule aus der Schweiz, die sich auf Obst spezialisiert hat.
Da können wir also weiter forschen. Häberli kenne ich von der Pflanzenmesse in Essen, die verkaufen an Gartencenter und Gärtnereien – mal gucken, wer deren Sortiment anbietet.
So, ich muss jetzt noch ein bißchen an den Schreibtisch, liebe Grüße
Svenja
Svenja nochmal
Hallo nochmal, Tine,
(ich drücke mich vor’m Rechnungen-schreiben, weil ich Mispeln spannender finde…)

Habe noch über „was mache ich mit Mispeln“ eine kurze Umfrage gestartet, hier sind die Ergebnisse:

-Mini-Bratäpfelchen
-mit Quitten zusammen Marmelade
-Mus (durch die Flotte Lotte passiert) als Mispelkonfekt (wie Quittenbrot)
-Mus lauwarm über Vanilleeis mit Krokant
-Mus als Füllung für Croissants
-Likör
-im Dampfentsafter entsaften und Gelee oder Likör
-im Saarland wird daraus Schnaps gebrannt, sog. Hundsärschle
Das gibt doch Raum für jede Menge Experimente.
Liebe Grüße von
Svenja – fleißig am Schreibtisch
Tine - final

Liebe Svenja,

jetzt hatte ich eine lange Leitung, sorry, die Arbeit hatte mich am Wickel.
Und Du warst im Basilikum in Sachen Weihnachten unterwegs… das ist bei mir noch so weit weg… hört sich aber gut an, nach Ruhe und Gemütlichkeit.
Und Du hast bei Häberli geguckt, die kannte ich ja noch gar nicht… was für ein Schatz ist das denn!
Meine Güte, da will man sich ja sofort etwas bestellen! Oha… gefährlich!
Aber zurück zu den Mispeln. Sie bieten eine großfruchtige Sorte an, die Maxilie. Habe ich noch nie gehört.
Ich war aber am Freitag bei Anke Stoltenberg auf dem Bio – Bauernhof zum Einkaufen und habe dort ihre Mispel aufgesucht.
Ein richtig großer Strauch ist das mit riesigen Früchten. Auch größer als meine damals, vor 20 Jahren. Und weil es vor ein paar Tagen ja schon leicht gefroren hatte, gab es tatsächlich schon einige weiche, genussreife Exemplare. Ich habe mir 2 stiebitzt und gerade eben nun probiert.Mispel
Man muss sie am besten von hinten öffnen. Ganz vorsichtig, mit dem Messer, die Haut sternförmig von der Mitte her an die Seiten herunterziehen und dann auslöffeln oder ausschlürfen… das ist Schmierkram, denn die Fruchtmasse ist wie Apfelmus… und dann sind da auch noch Kerne drin. Also manche Menschen ekeln sich richtig davor. Andere , so wie ich, finden diese Frucht einmalig!
Mispel
Und ich bin auch davon ab, sie in irgendeiner Form zu verarbeiten. Ich habe schon damals entschieden, sie frisch zu essen, solange der Vorrat reicht. Habe sie draußen gelassen oder auch welche eingefroren,  so wie sie sind, und dann zum Essen aufgetaut. Zu Ente oder zur Weihnachtsgans eine Köstlichkeit!
Diese Entscheidung ist sicher aus der Not geboren, weil ich damals mit unserem Blumengeschäft zu dieser Zeit überhaupt gar keine Zeit hatte, um etwas einzukochen. Aber es ist auch eine Entscheidung für die einzigartigkeit dieser Frucht, die ich am liebsten draußen im Garten schlürfte. Hinzugehen zu dem Baum, an dem die Früchte wie kleine nasse Säcke ja oft noch lange hängen, mir einige zu nehmen oder unter dem Baum aus dem nassen Gras zwischen dem abgefallenen Laub danach zu suchen… in Konkurenz zu den Amseln, die sie auch entdeckt hatten… und genüsslich draußen damit rumzuschmieren… das hatte Stil! Und dann schmecken sie auch am besten. Wahrscheinlich bleiben so auch die Inhaltsstoffe am reichlichsten erhalten.
Für mich hat diese Frucht etwas Archaisches… etwas Ursprüngliches. Sie läßt sich auch nicht einfach so verarbeiten. Es bleibt unpraktisch mit den Kernen, mit der Aussenhaut, die schlecht abgeht…
Obwohl ich zugeben muss, dass Mus, lauwarm über Vanilleeis mit Krokant sich schon lecker anhört… toll, was alles mit der Mistel möglich ist.
Aber meine Essgewohnheiten haben sich ja auch so verändert, dass ich mit Mispeln naturbelassen heut am besten fahre.
Und ich habe auch schon einen Platz für den neuen Strauch. Es muss allerdings ein Pfaffenhütchen weichen, was an der Stelle komischerweise nur ganz spärlich gefruchtet hatte.
Mal sehen, wie sich die Mistel dort macht… allerdings 3 m weiter nach rechts, aus dem Schatten des Ilex heraus.
Soviel zur Mispel…?… ich freu mich gerade sehr auf die Neupflanzung, juchuuu!
Bis demnächst, Tine

 

 

SELTENE KARTOFFEL… DIE SORTE ‚GALACTICA‘

Christiane kocht und schreibt am 15.9.

Und wie das duftet, liebe Svenja. Ich wünschte, ich könnte Dir jetzt auch einen Teller Suppe servieren… Ich bin jedenfalls ein totaler Eintopf – Fan. Und da kommt mir eine Eigenschaft dieser Kartoffel entgegen. Du wirst sehen.

Kartoffel ‚Galactica’… eine vergleichsweise große Kartoffel

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Kartoffeln… welch ein buntes Glück!

Christiane am 12. September

Moin, liebe Svenja!

Ich habe gestern ordentlich gewühlt in meinem Garten. Habe die Kartoffeln geerntet. Die Menge hat meine Erwartungen total übertroffen. Denn der erste Ernte-Versuch, den ich vor 14 Tagen startete, war enttäuschend. Viel Kartoffelkraut… sehr viel Kraut, bis 1,5 m lange Triebe – und wenig darunter… so schien es. Die Pflanze hatte sehr am Rand gestanden, hatte wohl schlechtere Bedingungen gehabt. Aber dieses hier macht mich zufrieden.

Ein Kartoffeljahr, wenn man denn gegossen hatte !

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Es ist Pflaumen-Saison!

Schmorgurken
Christiane schreibt am 14. August

Liebe Svenja – Es ist Pflaumen-saison!

Die lange, köstliche Pflaumenzeit beginnt in meinem Garten mit ‚Hanita‘, einer blauen Zwetsche. Noch frühere Sorten sind ‚Ruth Gerstetter‘, Mitte Juli, ‚Sanktus Hubertus‘, Ende Juli. Spätere Pflaumen sind ‚Haroma‘, Anfang September, ‚President‘,  Anfang Oktober und die späte ‚Hauszwetsche‘, die ich auch in meinem Garten habe.
Dazu beherbergt er noch die süßsaftige, kleinfruchtige ‚Nancy Mirabelle‘, die auch demnächst reif ist. Und dann: ‚Königin Victoria“, gelblichrot überlaufen, mit blauviolettem Unterton. Hübsch, süß und saftig. Diese königliche Naschpflaume ist Ende August soweit.. freu mich schon!

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Die Tomaten – Saison beginnt mit Salat

Christiane am 6. August

Einen guten Montagmorgen, liebe Svenja!

Bei mir hat die Tomatenernte nun so richtig begonnen. Während ich die erste Tomate noch feierlich mit Thomas geteilt habe… oh, wie lecker! … sind die orangefarbenen Datteltomaten nun in einen ersten Salat gewandert.

Tomaten – Salat mit Früchten

Tomaten sind vorzüglich mit Früchten kombinierbar. Alle Sorten von Melonen, Mangos, Nektarinen, Pfirsichen, Pflaumen, Weinbeeren und Blaubeeren finde ich lecker im Tomatensalat. Die Wassermelone fällt insofern aus dem Rahmen, als ich sie am liebsten kühlschrankkalt verwende. Ganz so, wie Du es in Deiner geeisten Melonensuppe  beschreibst. Und dann gucke ich , was ich an Grünzeug dazu habe, bzw. im Garten dazu pflücken möchte. Ein paar Blätter Salat, Basilikum und Petersilie. Oder Gewürztagetes, Hirschhornwegerich und Petersilie. Oder Schnittlauch, junge Malvenblätter und Koriander… oder Wildkräuter, wie Gundelrebe. Aber vorsicht, nur junge Blätter verwenden. Und vorher probieren, wegen der Bitterstoffe.

Orangefarbene Datteltomaten mit kalter Wassermelone

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Mein glutenfreies Traum – Frühstück

Christiane an Svenja am 4.Juli

Habe ich Dir eigentlich jemals erzählt, liebe Svenja, was ich da eigentlich immer esse, wenn ich aus meinem Thermosgefäß diese undefinierbare Masse in mich hinein löffele?  Frühstücksbrei, zweiter Teil… sage ich dann gerne… und es wird nicht weiter nachgefragt. Eher mitleidig gelächelt, wenn ich den Hintergrund erläutere. Glutenempfindlich. Ob ich mich damit krank fühle, fragte mich unlängst eine Kundin.

Wir haben unser Leben selbst in der Hand

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Sommerliches Grillvergnügen

Sommerliches Grillvergnügen

Lachspäckchen mit Kräutern

Etwas Olivenöl auf einen Bogen Alufolie geben, darauf gesalzenes und gepfeffertes Lachsfilet.   Zucchinischeiben schuppig darauf legen, mit Kräutern (hier Fenchel und Bohnenkraut) belegen, Salz, Pfeffer, eine Scheibe Zitrone und noch etwas Öl drüber….  Päckchen gut zuwickeln und ab auf den Grill.   Die Grillzeit hängt von Grill, Lachsdicke und Gluthitze ab, einfach mal reingucken, es geht schneller, als man denkt!

Solche Päckchen machen wir auch mit Gemüse und Schafskäse, immer mit vielen Kräutern, gerne auch mit Knoblauch….

Tine, oder Ihr da draußen, wer eine Alternative für Alufolie weiß, der möge sich gern melden.
Vielen Dank.