Die Judasohren – Saison ist vorbei

Christiane schreibt am 2. April

Moin, liebe Svenja… na?

Bist Du gestern in den April geschickt worden? Im Radio wurde gestern so allerhand erzählt, wo man nicht so recht wußte, woran man war. Aber da kann man mal sehen, wie weit die Realität vom Wahnsinn entfernt ist… es ist nur ein Schritt… wenn überhaupt! Aber sprechen wir von etwas Sichtbarem. Es sprießt ja gewaltig in der Natur… der Raps fängt an zu blühen! Fast einen Monat früher als sonst. Andere Pflanzen beenden gerade ihre Saison – die Judasohren können die Trockenheit und Wärme nicht ab. Ich habe gerade noch die letzten im Schatten wachsenden Pilze ernten können. Andere waren bereits eingetrocknet.

Und ich habe uns ein chinesisch angehauchtes Mahl zubereitet.

Die letzten Judasohren

Und nicht nur die habe ich aus meinem Garten geholt. Diese Baumpilze  habe ich ja am Totholz von Holunder geerntet. Eine letzte Porreestange und eine Pastinak – Wurzel mit bereits ausgetriebenem grünem Schopf habe ich uns für dieses kleine Festmahl noch aus dem Beet geopfert. Ich lasse immer einige stehen, für Saat und für die Insekten. Die Doldenblütler sind als Wirtspflanze bei Schmetterlingen heiß begehrt. Ich hätte ja gern mal Raupen vom Schwalbenschwanz in meinem Garten, wie Ariane.

Man nehme und zerkleinere:

Chinesisch essen

Eine Handvoll Judasohren, eine Pastinak mit grünem Schopf( alternativ eine Petersilienwurzel und ein paar Stängel Petersilie), einen sehr, sehr kleinen Porree mit Wurzeln dran und ein Stück Sellerie. Einen Tag lang eingeweicht habe ich die Walnüsse und die Mungbohnen wurden 3 Tage vorgekeimt. Gewürzt habe ich mit Ras el Hanout ( Gewürze bei www.ruediger-foldt.de) und Zitronenschale. Und kennst Du eigentlich das leckere Berchtesgadener Alpensalz, liebevoll von Hand abgefüllt, steht drauf! (von biova … gibt es aber auch bei Rüdiger Foldt).

Wir kochen natürlich im Wok

… und erhitzen Kokosfett und tun einen halben Teelöffel Gewürz ins heiße Fett.  Es schäumt und ich rühre beständig.

Es folgen Pastinake und Sellerie. Ich rühre und und drapiere die Gemüse- Stücke an den heißen Wänden. nach einer halben Minute folgen das weitere Gemüse, etwas feingehackte Zitronenschale und die Pilze. Gut 3 Minuten zischt und brutzelt es, während ich das Gemüse leicht bewege und wende.

Dann folgen die Walnüsse, die eingeweicht, die für uns eher schädliche Phytinsäure abgebaut haben. Sie schmecken auch einfach leckerer.

Nochmal eine Minute garen und wenden und probieren. Bissfest darf es gerne sein. Es schmeckt besser und schont den Nährstoffgehalt.

Ganz zum Schluss füge ich erkalteten vorgekochten Naturreis hinzu. Trocken und körnig soll er sein.  Es wird weiter vorsichtig gewendet… das Gas wird runtergedreht… und nach einer knappen Minute kann ich  auch schon servieren.

Vorgekochter Reis, wieder erwärmt, ist bekömmlicher als Reis direkt gekocht und gegessen. Auch bei Kartoffeln ist das so. Bratkartoffeln sind also für mich deutlich besser, bei meiner Empfindlichkeit. Ich habe den wissenschaftlichen Hintergrund grad nicht parat. Aber man bekommt weniger Klebstoffe, die das Blut verklumpen lassen, in den Körper.

Angerichtet mit rotem Chicorée und Apfelsinenscheibchen haben wir es uns so richtig schmecken lassen!

Mit herzlichen Grüßen aus meinem blütenreichen Frühlingsgarten…

Tine

Svenja dazu

Liebe Tine,

letztes Jahr hast Du auch schon über Judasohren geschrieben, damals gab es auch was Leckeres, guck mal hier …….

Ich liebe es so sehr, wie Du kochst, jedesmal ein Fest, es ist immer so lecker, so ungewöhnlich und so hübsch!  Vielen Dank für dieses Rezept.

Schöne Grüße in den Frühlingstag

Svenja

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