Zwiebelblumen für die Hülser Obstbaum – Allee

Christiane berichtet am 10. Dezember

Nun ist es endlich geschafft, liebe Svenja… sei gegrüßt! Wir Passopper haben sie nun in der Hülser Obstbaum – Allee eingebuddelt. Etwas spät zwar, aber mit viel Liebe: hunderte von Narzissen, Muscari, Strahlenanemonen, Wildtulpen und Hasenglöckchen und und… Alles eben, was die Wunder-Kartons,  – Netze und  – Tüten von euch so hergaben. „Das Beste sind die Reste!“, sage ich ja gerne.“Danke nochmal dafür!“ …auch im Namen des Vereins und vor allem von Arne, der hat sich ja so darüber gefreut, unser 1. Vorsitzender und Eulenvater.

Frühlingserwachen mit der Obstbaum – Allee

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Buchbesprechung / Gary Rogers

Und immer wieder mein Garten
Tine schreibt am 4. Dezember

Klasse, Svenja, dass Du gerade keine Zeit hast, dieses neue Buch von Georg Möller mit Fotos von Gary Rogers zu lesen. Und natürlich hat Gary es Dir geschickt, mit der Bitte es in unserem blog vorzustellen. Ihr kennt euch eben schon viel länger, ganz logisch.

Und immer wieder mein Garten
Nun… und ich fühle mich in alte Zeiten zurückversetzt, als ich noch aktiver für den Ulmer-Verlag tätig war, eben auch mit Buchbesprechungen. Und ich lese nun mit großer Freude in diesem Buch, weil es echt kurzweilig ist. Es ist nach meinem Geschmack, mit dem Leben verknüpft. Frau Ingeborg Ulmer, die jahrelang meine Lektorin war, hat mir mal gesagt: “Also Frau Büch, sie können ja schreiben, keine Frage. Aber wenn Sie einen Roman schreiben wollen,dann suchen Sie sich doch bitte einen anderen Verlag!“ Ich sollte streng fachlich bleiben und nichts Menschliches hineinbringen. Das war 1980 oder so. Später haben sie Ihr Konzept dann total geändert…

Und genauso ist dieses Buch   “ UND IMMER WIEDER MEIN GARTEN…“ ist bei DVA erschienen und riecht noch nach Druckerschwärze. „Schriftstellerinnen über ihre besondere Beziehung zum Garten“ lautet der Untertitel.

Und immer wieder mein Garten„Wer, wie ich, unheilbar mit dem Gartenvirus infiziert ist…“ so beginnt Georg Möller in seinem Vorwort,

„ …und auch noch gerne über diesen Stoff Bücher schreibt“ fährt er fort… der ist natürlich bei diesem Thema in seinem Element. Königsthema, behaupte ich mal.
Und dann trifft er zufällig, wie es scheint „unseren“ Gary Rogers(hochdotierter, international bekannter Gartenfotograf, den ich vom Stockseehof kenne) und den Programmleiter der DVA… und schon ist die Idee geboren…
Nein – es ist nicht das erste Buch, was hier gemeinsam auf den Weg gebracht wurde. Aber es ist ein gehaltvolles, ehrliches Buch, was sehr nah an den Menschen herangeht. Es kommt etwas rüber von der Essenz des Gärtnerns und der Wichtigkeit des eigenen Refugiums für diese Schriftstellerinnen.

Ich will hier einmal etwas nüchtern von Kurz-Biografien sprechen, die Georg Möller hier sehr liebevoll vor uns ausbreitet. Und zwar stellt er allen 12 Frauen immer wieder ähnliche, sehr direkte Fragen. Wir treffen also auf eine Art Schema, in dem auch Texte aus der Feder der Damen vorkommen, genauso wie Interviews. Zudem ist es kulturell eingebunden. Man erfährt einfach viel!

Und bei erster Betrachtung habe ich gedacht: „Na… die Bebilderung ist ja etwas spärlich….“ … und nun, nachdem ich es halb durch habe: „… genau richtig! Es geht um die Beziehungen zu allem was ist, um die Intimität… gut Gary… Fotos gelungen.“

Hier ist ein richtig guter Job gemacht worden und ein handfestes sehr schönes Lesebuch entstanden! Ich fasse es gerne an. Es hat richtig Gewicht und ist dabei von innen und außen ganz dezent immer mal wieder in zarte Farben und Malereien gebadet worden.

Nun hat uns Gary auch ein Exemplar zum Verlosen für euch Leserinnen versprochen.

Was wollt ihr dafür tun?
Den Gartenschnack – Newsletter weiterempfehlen?
Das würde uns am meisten freuen.
Und bitte schreibt uns, warum Ihr dieses Buch lesen möchtet!
Nun viel Glück! …wir verlosen die Gewinnerin aus euren Antworten, die ihr bitte schickt.
Einsendeschluss ist der 15. 12. 2018

Was kann man tun, um den Vögeln im eigenen Garten zu helfen?

Kernbeißer
Svenja schreibt am 1.12.

Liebe Tine,

das Thema Vögel im Garten bewegt mich grade sehr, ich hab mal dazu etwas zusammengeschrieben, viel Spaß damit….

Der Vogel des Jahres 2019 ist die Feldlerche.  Dieser jubelnde Sänger über den Feldern ist nach 1998 schon zum zweiten Mal nominiert, denn in den letzten 20 Jahren ist nach Aussage des NABU mehr als jede vierte Feldlerche aus dem Brutbestand in Deutschland verschwunden.

Gärten sind Refugien für Vögel und Insekten

…denn dort finden die Tiere mittlerweile mehr Nahrung, als in der freien Natur.  Das war vor 200 Jahren noch ganz anders.  In der damals noch strukturreichen, kleinteiligen Landschaft lebten bis zu 80 % mehr Vögel als in der heutigen Kulturlandschaft.

Die Insektendichte in unserer Umgebung ist allein in den letzten 30 Jahren um etwa 80 % zurückgegangen – mit dieser Aussage im Hinterkopf möchte man es den Vögeln im eigenen Garten ja noch lieber schön machen, aber was kann jeder Einzelne tun?

Es geht um Nahrung.  Die kann pflanzlich sein oder auch tierisch, das bedeutet, Insekten im Garten zu fördern. Dann sind auch noch Verstecke und auch Nistmöglichkeiten wichtig.

Pflanzen, die den Vögeln schmecken, gibt es reichlich.  Beerensträucher und Wildsträucher wie Schlehe, Berberitzen, Schneeball, Vogelkirsche oder Weißdorn produzieren Früchte, die lange in den Winter hinein Nahrung bieten.

Stauden und Kräuter setzen Saat an, die den Vögeln Futter bietet.  Schneiden Sie in Ihrem Garten lieber nicht im Herbst alles ab, sondern lassen Sie die ausgeblühten Stauden und auch Gräser doch bis zum Frühjahr stehen. Die Samen vieler Arten fallen nach und nach aus, so dass die Piepmätze lange gut davon haben.  Und wie zauberhaft ist doch der Anblick von Raureif auf Gräsern in der Wintersonne!

In der Landwirtschaft werden die Wiesen heutzutage häufiger gemäht als früher, so dass Heublumen und Samen selten geworden sind.  Sowohl Insekten als auch Vögeln können wir im Garten helfen, indem wir die Samen von Einjährigen und Gräsern ausreifen lassen.

Vielleicht mal ein Stück Rasen zur Wiese werden lassen:

Dazu abmagern (die ersten 3 Mal das Mähgut abtragen, nicht mehr düngen) und in den Folgejahren erst nach der Samenreife im Juni mähen.  Es ist spannend, was sich da entwickelt und wie viele Tiere ihre Freude daran haben!  Auch macht es Sinn, mal in einer Gartenecke ein paar Brennnesseln stehen zu lassen. Viele Schmetterlingslarven lieben Brennnesseln und ohne Larven keine Schmetterlinge!  Manchmal müssen wir uns die innere Erlaubnis geben, dass es auch mal wildhaft, natürlich, unordentlich = vielfältig in unseren Gärten sein darf!

Wer Insekten im eigenen Garten fördert, etwa dadurch, dass keine chemischen Pflanzenschutzmittel verwendet oder geeignete Pflanzen gewählt werden, tut schon eine ganze Menge für die Ernährung der Vögel!  Denken Sie bitte auch an Wasserstellen, denn zur Entwicklung der Larven brauchen manche Insekten Wasser, auf jeden Fall aber, genau wie die Vögel zum Trinken.

Buntspecht

Ein vielseitiger Garten ist ein tierfreundlicher Garten.

So ein Garten kann Laubhaufen zum Verstecken haben, Kompost (darin finden Vögel Eierschalen und Maden), Kiesbeete, in denen Insekten sich wohlfühlen, begrünte Fassaden und Sträucher und Bäume.

Manche Hummelkönigin überwintert und fliegt schon bei +2Grad auf der Suche nach Nahrung umher.  Also brauchen wir sehr sehr frühe Blüten im Garten! Das können Weiden sein, aber auch frühe Krokusse, Winterlinge, Schneeglöckchen oder auch Winterheide.  Ebenso wichtig sind die besonders späten Blüten, z. B. von Aster, Herbstzeitlosen und Fetthennen.  Vielfalt soll auch über’s Jahr vorhanden sein.  Hummeln werden sehr gerne von Meisen gefressen… .

Wer jetzt im Winter den Hund ausführt und durch die Felder geht, kann gut erkennen, dass in dornigem Gestrüpp häufig Nester zu sehen sind.  Dornensträucher wie Schlehen, Weißdorn, Brombeeren und Wildrosen bieten wunderbare Nistmöglichkeiten, denn dorthin kommen wenig Feinde.  Auch im Garten sind Dornensträucher und dichte Büsche gute Nest-Verstecke, an die die Katze nicht so leicht kommt.  Sicher hängen Sie Nistkästen auf, um Vögel in den Garten einzuladen.  Hier ist es wichtig, dass die Einfluglöcher nach Osten zeigen und dass die Kästen katzensicher hängen.  Jährliches Säubern nicht vergessen!

Meisen am Vogel-Futtertopf

Jetzt im Winter werden in vielen Gärten die Vögel gefüttert, das ist gut und hilft den Beständen.

Zum Thema Vogelfütterung kann ich Ihnen ein Buch aus dem Kosmos-Verlag  empfehlen, Vögel füttern – aber richtig von Peter Berthold und Gabriele Mohr.  Die Autoren sind deutlich in ihren Aussagen:  zur Ganzjahresfütterung gibt es keine Alternativen und sie schreiben, warum sie das so sehen.

Meisen am Vogel-Futtertopf
Meisen am Vogel-Futtertopf

Wer nun in seinem Garten loslegen möchte, kann bei offenem Wetter auch jetzt schon aktiv werden. Eine gute Pflanzzeit für Gehölze ist bis Ende April, also bevor die Sträucher Blätter haben.  Stauden können im sehr zeitigen Frühjahr (um-)gepflanzt werden.

Wer eine freie Fläche in sonniger Lage hat und für Insekten und Vögel etwas tun möchte, der kann jetzt eine Saatmischung für eine Wildvogelfutterwiese aussäen.  Diese Mischung hauptsächlich mehrjähriger Blütenpflanzen hat ein Ornithologe gemeinsam mit einer Vogelwarte entwickelt. Sie ist zur Anlage einer Blumenwiese gedacht, enthält bis zu 50 bei Insekten und Vögeln heiß begehrte Arten und sollte im Herbst/Winter ausgesät werden.

Eine Tüte reicht für 5 Quadratmeter, verschickt wird die Saat von der Staudengärtnerei Bornhöved.

Ich habe gestern Barbarazweige eingestellt

Christiane schreibt am 4. 12. 

Du auch, liebe Svenja?

Frohsythien…!  mich machen die kleinen goldgelben Glöckchen zu Weihnachten richtig glücklich. Es ist so schön, sie im Nahbereich anzuschauen. Darum versäume ich es selten, am 4.12. welche einzustellen.

Außerdem liebe ich solche Bräuche. Und ich habe mir die Forsythie, die ja tatsächlich auch Goldglöckchen heißt, nur wegen der Zweige gepflanzt, die ich den ganzen Winter hindurch immer wieder abschneide. Draußen im Garten ist  mir ihre Blüte eigentlich zu grell, zu dominant im Frühling. Sie zieht alle Blicke auf sich und anderes kann man kaum zur Geltung bringen. Jetzt steht sie am Rande des Obstgartens, das geht gut.

Barbarazweige

Svenja schreibt am 5. 12.

Ach, Tine,  wie schön!

Nee, ich habe nix eingestellt, aber heute ist auch noch ein Tag…

Hattest Du nicht gesagt, der Rote Sibirische Hartriegel, Cornus alba Sibirica ist so schön in der Vase, weil er mit seinen roten Zweigen an sich schon so leuchtet- und dann noch der knallgrüne Blattaustrieb und die weißen Blüten….

Mal gucken, was hier heute noch so in die Vase kommt!  Danke für den Tipp!

Sonnig-adventliche Grüße aus Bornhöved

Svenja

 

Christiane antwortet am 2. Adventssamstag

Na, habt ihr es noch geschafft ?… und heute gatscht es so richtig… moin Svenja. Und es wird gar nicht so richtig hell. Ich habe meinen Adventskranz immer noch brennen. Er hängt ja bei uns in der Wohnküche. Also im Lebensmittelpunkt… da ist er oft an, das ist klasse.

Ich liebe bei sowas, wie schon erwähnt, unsere Traditionen: das spannungsvolle Grün/Rot und eben einen Kranz mit 4 Kerzen darauf. Schau mal… er ist ganz verklärt …

Adventskranz

Aber ich möchte auch davon berichten, dass wir es am letzten Samstag  endlich geschafft haben, die ganzen Blumenzwiebeln von euch an der langen Hülser Obstbaum-Allee einzugebuddeln. Bei so einem Wetter sind auch die naturverbundenen Leute vom Passopp-Verein nicht so leicht vom gemütlichen Samstagmorgen-Frühstück loszueisen. Na ja, immerhin waren wir mit 9 Leuten am Pflanzen.

Also demnächst mehr davon… das Foto-Material muss erstmal gesichtet werden…

So long, Tine

Adventliches aus dem eigenen Garten

Christiane, am 29. November

Na, ihr Lieben… schon heißgelaufen?

Die Zeit vor dem 1. Advent hat es ja immer in sich… jedenfalls, wenn man ein Ladengeschäft in diese Richtung betreibt. Und ihr habt einerseits  Adventliches aus Rainers Bindestube fürs Basilikum  und andererseits  so schöne Tischwäsche und  Wohlfühl-Gebrauchsgegenstände. Allein die verschiedenen Ausstechförmchen lassen in mir Backfreude erglühen… von tollen, scharfen Messern und gut laufende Pfeffermühlen wollen wir ja gar nicht erst reden… und das Liebste sind mir im Moment eure farbigen Kuschelwolldecken!

Adventliches aus dem Garten.

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Schmuck für die Weihnachtsfeier bei Passopp

Christiane meldet sich am 26. November

 

Moin, Svenja!

Unfassbar! Es ist schon wieder soweit: Advent, Weihnachtsfeier bei Passopp und Rainers Geburtstag… Weihnachten! Dabei  ist es doch noch immer wieder so milde… Klar, wir hatten auch schon ganz leichte Nachtfröste… Also ich bin jedenfalls noch mit einem Bein in der Sommerwärme. Dennoch nahen die Termine. Gestern… am Montag vor dem 1. Advent habe ich, wie jedes Jahr, den Adventsschmuck für unsere Weihnachtsfeier bei Passopp gestaltet. Anschließend haben wir gemütlich zusammengesessen…

Traditionen sind schön

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Glücklich! – mit Farbe auf dem Teller

Christiane schreibt am 15. November

Moin, liebe Svenja,

es ist schon 14 Tage her, dass ich meine Tomaten abgeerntet habe, vor dem angesagten Frost, der dann glimpflich ausfiel. Ich habe sie eingekocht, die knallfarbene Vielfalt der Tomatensorten. Mir macht es einen Heidenspass, Farbe auf den Teller zu bringen und das Essen hübsch zu machen… das Auge ißt mit… und die Säfte fließen. Und weil sich die verschiedenen Farben positiv auf unseren Organismus auswirken sollen, bemühe ich mich auch deshalb drum.

Farbige Gemüsevielfalt einfangen

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Mispel – ein besonderer Schatz im Garten

Mispel
Svenja schreibt am 5.11.

Moin Tine,

wie alle Obstbäume trägt auch unsere Mispel in diesem Jahr wie doll und verrückt.
Möchtest Du welche haben?
Liebe Grüße
Svenja

Tine

Oh jaaaa! Svenja,
leider haben wir keine Mistel mehr. Vor 20 Jahren sind wir mit unserer Mespilus germanica umgezogen…das hat sie nicht verkraftet. Sie wurde von Wühlmäusen attackiert und ich habe es zu spät bemerkt…

Svenja

ach, wie schade!!!
Ich kann mich erinnern, als Ihr noch in Hutzfeld wohntet, da waren wir mal bei Euch zum Essen eingeladen und es gab irgendetwas wildhaftes oder geflügeltes, also vielleicht Gans oder Wildschwein???

Auf jeden Fall gab es Mispeln dazu.

Und das ist das erste und bisher einzige Mal gewesen, dass ich Mispeln gegessen habe. 
Die waren weich und hatten große Kerne und es gab sie einfach so zum Fleisch, wenn ich mich richtig erinnere….
Das war sehr lecker damals, aber ist echt lange her.
Was machst Du denn sonst so mit Mispeln?

Tine

Also, Svenja, ich habe doch keine Mispeln mehr!
Also die Wühlmäuse fraßen die Wurzeln dieser Mispel, von der Du in Hutzfeld gegessen hast, ab. Nachdem wir mit ihr nach Garbek gezogen sind. Der Baum ging ein!
Es dauerte ein paar Jahre, bis ich mir einen neuen anschaffte… weil irgendwie vermisste ich sie im Winter, besonders zu Fleisch, wie Du es beschreibst.

Also kaufte ich mir eine neue Mispel.

Die wuchs auch kräftig los und war sehr stachelig. Sie wuchs uns wuchs und machte aber keinerlei Anstalten zu blühen und zu fruchten… Nach 5 oder 6 Jahren dann gab es einige wenige Blüten und noch weniger Früchte. Der Baum wuchs und war stachelig, wir stachen uns daran… 
Kannst Du Dir denken, wie es weiterging?

Svenja - am 6.11.

Hallo Tine,
oh, ich ahnte, fragte ein schlaues Buch und lernte, dass es eine Wildform mit Stacheln und Kultursorten gibt….
Kultursorten, mit großen Früchten, mit vielen Früchten und auch welche mit buntem Laub….
Der Baumschulkatalog gibt da nicht so viel her, da steht nichts über Sorten, nur die Art ist im Angebot. Hm, da müsste man mal fragen, was da hinter steckt…..

Was hast Du denn gemacht, mit Deiner Stachelmispel?
Hab einen schönen Dienstag, ich geh gleich mit den Hunden (es wird schon hell!!) und düse dann nach Kiel in den Laden.
Liebe Grüße
Svenja

Tine

Genau… Svenja…. ich hatte offensichtlich eine Wildform erwischt. Und sie machte wenig Freude, nur Verdruss. Weil sie zu groß wurde… ein igeliger🦔 Stachelbusch, an dessen wenige Früchte man nicht herankam. Weil er auch noch dicht am Weg stand, kam er weg.
Schmerz. Wieder keine Mispel. Und ehrlich gesagt, hat das Thema bis jetzt geruht, obwohl ich diese eigenartigen, so mystisch anmutenden Früchte 💖….
Mittlerweile weiß ich auch gar nicht mehr wo hin mit dem Bäumchen, denn so sehr groß werden sie gar nicht… wie ein Apfelbaum oder so…. 
Mispel
Hab einen schönen Gang im Morgennebel! 🐕
Tine

Tine nochmal
Hey, Svenja!
Inzwischen weiß ich, wo ich sie , die Neue, hinpflanze.
Allerdings wird dafür ein Pfaffenhütchen weichen. Dass ist insofern nicht so schlimm, weil ich noch ein zweites Pfaffenhütchen habe… ohne Pfaffenhut im Garten, das geht ja auch gar nicht. Schließlich können Rotkehlchen ohne die Samen von dem Strauch nicht leben, das habe ich jedenfalls vor langer Zeit mal gelernt… und dieser Euonymus europaeus, so der bot. Name, hat nie richtig Früchte angesetzt… komischerweise!
Jetzt muss ich nur noch herausfinden, ob es Sorten von Eßmispeln gibt. 
Weißt Du darüber Einzelheiten?
Svenja am 11.11.
Moin Tine,
ja mich hat der Glitzer erwischt – Du wunderst Dich, warum ich mich nicht melde – ich bin in Kiel gewesen, die letzten Tage. Habe im Basilikum alles hübsch gemacht, die vorweihnachtliche Stimmung eingefangen, schon viele Weihnachtsgeschenke für Kunden liebevoll verpackt – aber auch noch Zwiebeln verkauft. Also, das ganz normale November-gewimmel….

Ich habe aber meinen Baumschullieferanten zum Thema Mispel befragt und ich schicke Dir hier mal seine Antwort:

….Im Handel sind hauptsächlich Veredlungen auf Weißdorn. Es soll sich dabei um großfruchtige Mispeln handeln. Genauere Sortenangaben sind nicht vorhanden. In der Theorie gibt es verschiedene Sorten, die jedoch wegen fehlender Nachfrage hier nicht in Anbau sind.

Selten tauchen auf dem Markt auch Sämlingsgezogene auf, deren Herkunft allerdings unklar ist. Zertifizierte Mutterbestände zur Saatgewinnung gibt es, soweit ich weiß, nicht, also kann dabei alles Mögliche herauskommen. Selbst Bestäubungen durch andere Rosaceaen, insbesonde Crataegus sollen schon vorgekommen sein, was dann zu irgendwelchen komischen Hybriden geführt haben soll.

Eine Antwort mit vielen Konjunktiven. Ich werde mal versuchen, jemanden aufzutreiben, der sich besser damit auskennt und mich dann noch einmal melden.
Ich finde die Antwort eigentlich ganz aussagekräftig – Veredlungen im Handel, aber komische Hybriden gibt es auch…. Das klingt doch so, als wenn Deine Stachelmispel sich mit einem Weißdorn eingelassen hätte….. (also, ihre Eltern….).
Und Sorten, die definiert sind, gibt es sicher auch, da hab ich mal bei Häberli geguckt, Baumschule aus der Schweiz, die sich auf Obst spezialisiert hat.
Da können wir also weiter forschen. Häberli kenne ich von der Pflanzenmesse in Essen, die verkaufen an Gartencenter und Gärtnereien – mal gucken, wer deren Sortiment anbietet.
So, ich muss jetzt noch ein bißchen an den Schreibtisch, liebe Grüße
Svenja
Svenja nochmal
Hallo nochmal, Tine,
(ich drücke mich vor’m Rechnungen-schreiben, weil ich Mispeln spannender finde…)

Habe noch über „was mache ich mit Mispeln“ eine kurze Umfrage gestartet, hier sind die Ergebnisse:

-Mini-Bratäpfelchen
-mit Quitten zusammen Marmelade
-Mus (durch die Flotte Lotte passiert) als Mispelkonfekt (wie Quittenbrot)
-Mus lauwarm über Vanilleeis mit Krokant
-Mus als Füllung für Croissants
-Likör
-im Dampfentsafter entsaften und Gelee oder Likör
-im Saarland wird daraus Schnaps gebrannt, sog. Hundsärschle
Das gibt doch Raum für jede Menge Experimente.
Liebe Grüße von
Svenja – fleißig am Schreibtisch
Tine - final

Liebe Svenja,

jetzt hatte ich eine lange Leitung, sorry, die Arbeit hatte mich am Wickel.
Und Du warst im Basilikum in Sachen Weihnachten unterwegs… das ist bei mir noch so weit weg… hört sich aber gut an, nach Ruhe und Gemütlichkeit.
Und Du hast bei Häberli geguckt, die kannte ich ja noch gar nicht… was für ein Schatz ist das denn!
Meine Güte, da will man sich ja sofort etwas bestellen! Oha… gefährlich!
Aber zurück zu den Mispeln. Sie bieten eine großfruchtige Sorte an, die Maxilie. Habe ich noch nie gehört.
Ich war aber am Freitag bei Anke Stoltenberg auf dem Bio – Bauernhof zum Einkaufen und habe dort ihre Mispel aufgesucht.
Ein richtig großer Strauch ist das mit riesigen Früchten. Auch größer als meine damals, vor 20 Jahren. Und weil es vor ein paar Tagen ja schon leicht gefroren hatte, gab es tatsächlich schon einige weiche, genussreife Exemplare. Ich habe mir 2 stiebitzt und gerade eben nun probiert.Mispel
Man muss sie am besten von hinten öffnen. Ganz vorsichtig, mit dem Messer, die Haut sternförmig von der Mitte her an die Seiten herunterziehen und dann auslöffeln oder ausschlürfen… das ist Schmierkram, denn die Fruchtmasse ist wie Apfelmus… und dann sind da auch noch Kerne drin. Also manche Menschen ekeln sich richtig davor. Andere , so wie ich, finden diese Frucht einmalig!
Mispel
Und ich bin auch davon ab, sie in irgendeiner Form zu verarbeiten. Ich habe schon damals entschieden, sie frisch zu essen, solange der Vorrat reicht. Habe sie draußen gelassen oder auch welche eingefroren,  so wie sie sind, und dann zum Essen aufgetaut. Zu Ente oder zur Weihnachtsgans eine Köstlichkeit!
Diese Entscheidung ist sicher aus der Not geboren, weil ich damals mit unserem Blumengeschäft zu dieser Zeit überhaupt gar keine Zeit hatte, um etwas einzukochen. Aber es ist auch eine Entscheidung für die einzigartigkeit dieser Frucht, die ich am liebsten draußen im Garten schlürfte. Hinzugehen zu dem Baum, an dem die Früchte wie kleine nasse Säcke ja oft noch lange hängen, mir einige zu nehmen oder unter dem Baum aus dem nassen Gras zwischen dem abgefallenen Laub danach zu suchen… in Konkurenz zu den Amseln, die sie auch entdeckt hatten… und genüsslich draußen damit rumzuschmieren… das hatte Stil! Und dann schmecken sie auch am besten. Wahrscheinlich bleiben so auch die Inhaltsstoffe am reichlichsten erhalten.
Für mich hat diese Frucht etwas Archaisches… etwas Ursprüngliches. Sie läßt sich auch nicht einfach so verarbeiten. Es bleibt unpraktisch mit den Kernen, mit der Aussenhaut, die schlecht abgeht…
Obwohl ich zugeben muss, dass Mus, lauwarm über Vanilleeis mit Krokant sich schon lecker anhört… toll, was alles mit der Mistel möglich ist.
Aber meine Essgewohnheiten haben sich ja auch so verändert, dass ich mit Mispeln naturbelassen heut am besten fahre.
Und ich habe auch schon einen Platz für den neuen Strauch. Es muss allerdings ein Pfaffenhütchen weichen, was an der Stelle komischerweise nur ganz spärlich gefruchtet hatte.
Mal sehen, wie sich die Mistel dort macht… allerdings 3 m weiter nach rechts, aus dem Schatten des Ilex heraus.
Soviel zur Mispel…?… ich freu mich gerade sehr auf die Neupflanzung, juchuuu!
Bis demnächst, Tine

 

 

Aufregender Gräsergarten in Hilden

Christiane schreibt am 2. November

Moin Svenja…

da bin ich wieder und möchte mein Versprechen einlösen! Ja, es geht nun in den Garten von Peter Janke, nach Hilden, bei Düsseldorf. Thomas und ich waren auf der GaLa-Bau – Messe in Nürnberg. Wenn man dann schon mal südlich der Elbe ist, als Schleswig -Holsteiner, nimmt man so manche Gelegenheit wahr. Dies war eine Option und eine sehr gute Wahl. Wir konnten in dem 1,4 ha großen und fantastischen Gräsergarten nach Herzenslust umherwandern und anschließend in der Gärtnerei die, zum Teil seltenen, Pflanzenschätze auch noch kaufen. Toll!

Peter Janke, der Florist, Gartenplaner und Autor

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Schattengras für den Waldgarten

Christiane schreibt am 22. Oktober

Hallo, liebe Svenja!

Inzwischen ist ja so richtig der Herbst eingezogen. Die Blätter rieseln heute nur so von den Bäumen. Auch, weil es zu trocken ist, habe ich den Eindruck. „Es reicht nun mit der Trockenheit… Feierabend!“, so die Bäume.

In diesem Zusammenhang wird nochmal so richtig deutlich, wie wichtig eine Unterpflanzung auch unter Büschen und Bäumen ist. Es geht darum, die Verdunstung zu reduzieren. Da bieten sich zum Beispiel Schattengräser als anspruchslose Bodendecker, auch bei Wurzeldruck unter großen Bäumen, an.

Mehr und mehr Schatten… kein Problem

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