Zauberhafte Vagabunden im Beet

weidenroeschen
Tine schreibt am 9. August

Hallo Svenja ,
das Wald-Weidenröschen hat sich vor Jahren ins Beet geschlichen. War dann einfach da… wie das so ist bei Weltenbummlern. Ist zwar wenig Platz für dich, hatte ich noch so gedacht… aber wird schon. Wie man sehen kann hat sie sich ihren Platz genommen. Die anderen Pflanzen haben es nicht ganz leicht, in der Höhe mitzuhalten, wie die Taglilie. Aber ich schneide dann auch schon mal Weidenröschen weg, wenn‘s zu eng wird. Ich finde es klasse, wie es ist.

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Gelb! Gelb! Gelb!

Goldgleditschie
Rainer schreibt am 4. Juni

Hallo, meine Damen!

Gelb! Gelb! Gelb!

Also, so leuchtend gelb, wie es dieses Jahr bei uns im Garten aussieht, so gelb habe ich es noch nicht gesehen.

Vielleicht täuscht ja auch der Eindruck, aber auf alle Fälle ist meine Begeisterung gerade so groß, das ich Euch – mal wieder – daran teilhaben lassen möchte! „Gelb! Gelb! Gelb!“ weiterlesen

Kompost

Kompostplatz
Svenja schreibt am 28. Mai 2020

Liebe Tine,

weil am 29. Mai der „Lerne-wie-kompostieren-geht-Tag“ ist, möchte ich heute noch mal etwas über das Gold des Gärtners schreiben.

Für manche ist das, was sie im Garten abschneiden, ausjäten, mähen oder aufharken nur Bio-Müll (mit Betonung auf Müll), für andere ist es die Grundlage neuen Lebens.

Kompostplatz

Aus Laub und Zweigen, Unkraut und Küchenabfällen kann neue, gute Erde entstehen.

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Mairegen

Zierapfel

 

Rainer schreibt am 2. Mai

Hallo, meine Damen,

endlich Regen!!!!…..
40 mm hat’s gegeben, das ist ja für den Anfang wirklich sehr schön.
Danach bin ich gleich durch den Garten und habe den Eindruck die Pflanzen sind mindestens alle 5 cm gewachsen…

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Muttertagsblume

Wiesenschaumkraut
Svenja schreibt am 26. April
Liebe Tine,
es gibt in meiner Familie eine Tradition, das ist ein Strauß Wiesenschaumkraut zum Muttertagsfrühstück.  Seit ich öfter mal Muttertag nicht zuhause bin (es ist halt im Mai immer irgendwie Saison in ’ner Gärtnerei und wir standen viel auf irgendwelchen Märkten) hat mein Vater es übernommen, meiner Mutter einen Strauß zu pflücken….  aber früher hab ich es immer gemacht.

Wiesenschaumkraut

Cardamine pratensis ist eine Pflanze der feuchten Wiesen, 2006 war es die Blume des Jahres, weil durch Landwirtschaft und Trockenlegung seine Standorte immer weniger geworden sind.

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Hast Du eine anständige Schere?  Der April ist die Zeit für Rückschnitt!

Kräuterbeet
Svenja schreibt am 17. April

Moin Tine,

bei uns hinterm Gewächshaus stehen so ein paar vergessene Lavendel, ausgewachsen und gakelig, keine Freude…  Das brachte mich auf die Idee, mal etwas über den Rückschnitt der kräuterigen Sträucher zu schreiben:

Halbsträucher im Kräuterbeet wie Lavendel, Thymian, Salbei und Bohnenkraut sollten jedes Jahr im April, wenn man wieder Lust bekommt in den Garten zu gehen, auf eine Handbreit über dem Boden zurückgeschnitten werden.
Das erhält den kompakten Wuchs und eine schöne Form. „Hast Du eine anständige Schere?  Der April ist die Zeit für Rückschnitt!“ weiterlesen

Terra Preta – Humusaufbau mit Kohle

Terra Preta
Ein Gastbeitrag von Emmi und Emil über Terra Preta am 4. Februar

Treffen am Gartenzaun

Emil: wir wollen los, kommst Du mit?

Emmi: nö, will noch in den Garten.

Emil: ach Du immer mit Deinem Garten, was ist da schon                Weltbewegendes? Komm mit uns!

Emmi: Oh,  Garten ist schon weltbewegend! Wir Gärtner können durchaus was dazu beitragen, die Welt zu retten. Die Sommer werden wärmer, es gibt häufiger lange trockene Phasen. So muss ich was tun, um Wasser zu sparen.

Emil: wie soll das denn gehen?

Emmi: zum Beispiel mit Mulchen, dafür kann ich Rasenschnitt oder auch kleingeschnittene Gartenabfälle oder sogar Stroh nehmen. Wenn ich dann vorher noch Kompost verteile, den ich vorher mit Holz- oder Pflanzenkohle (10Volumenprozent) aufgesetzt habe und dazu noch Steinmehl verteile, geht es den Pflanzen gut.

Emil: klingt fast zu gut , um wahr zu sein.

Emmi: in Amazonien(Brasilien) wurden terra preta (Schwarzerdeböden) entdeckt, die über Jahrhunderte außerordentlich fruchtbar waren und auch heute noch sind, und das seit ca. 7000 Jahren.  Dieses alte Rezept der Indianer versuchen wir jetzt zu kopieren und zu nutzen.

Emil: So´n alter Kram soll uns heute helfen, das haben wir doch Neueres dafür.

Emmi: Das „Neue“ mit Blaukorn drauf und dann Garten sprengen funktioniert nicht langfristig. Dafür muss Humus aufgebaut werden, bei dem allerdings auch Nährstoffe bei Regen ausgewaschen werden. Da ist terra preta, also Kompost, dem Holzkohle beigemischt wurde, besser. Die Holzkohle wird  bei diesem Prozess mit Nährstoffen des Kompostes aufgeladen, sie hat eine ausgezeichnete Speicherkapazität für beispielsweise Stickstoff, so daß es auf den Böden mit mit Pflanzenkohlekompost nicht zu Nitratauswaschungen ins Grundwasser kommt.

Emil: und das muss ich dann jedes Jahr neu machen?

Emmi: Nicht ganz. Wenn ich mulche, werden mit diesem organischen Material die Kohlespeicher  immer wieder aufgeladen, die durch den Verbrauch beim Pflanzenwachstum angezapft wurden. Es entsteht ein Nährstoffkreislauf, der sich auch positiv auf Wasser- und Bodenlufthaushalt, sowie das „Bodenleben“ auswirkt.  (s. BUND Selber Humus aufbauen mit Kompostierung  oder Terra- Pretatechnik.)
Außerdem schützt der Mulch den Boden vor Austrocknung bei Sonne und Wind und Auswaschung bei Starkregen. Und unser kostenloser Mitarbeiter, der Regenwurm hat immer was zu futtern.

Emil: und was hab ich davon?

Emmi: Ich kann zuschauen, wie es wächst und gedeiht, das Unkrautwachstum (außer dem der Wurzelunkräuter) wird unterdrückt, ich muss seltener gießen.

Das Wichtigste dabei ist aber der Humusaufbau, mit dem CO2 gebunden und Stickstoff aus der Luft aufgenommen und gespeichert wird. Je mehr Dauerhumus gebildet wird, desto mehr CO2 wird gebunden. Jetzt verstehst Du, dass gärtnern auch weltbewegend ist?!

Emil: Das klingt gut, wir bleiben heute hier und helfen Dir.

Terra Preta
Boden vorher (auf der Schaufel) und hinterher.

Schöne Grüße von Emil und Emmi
Nachtrag: noch besser geht es mit EM- Kompost (Bokashi)

Bei dem Kauf der  Pflanzen/holzkohle muss auf Vermeidung von Schwermetallen und anderen Schadstoffen – z.B. PAK- geachtet werden.

Wer nun mehr wissen möchte kann hier gucken:

Literaturtipps:

Ute Scheub/Haik Pieplow et al. – Terra Preta
BUND – Selber Humus aufbauen mit Kompostierung oder Terra Preta-Technik
Caroline Pfützner – Natürlich gärtnern mit Terra  Preta