Zwiebelblumen für die Hülser Obstbaum – Allee

Christiane berichtet am 10. Dezember

Nun ist es endlich geschafft, liebe Svenja… sei gegrüßt! Wir Passopper haben sie nun in der Hülser Obstbaum – Allee eingebuddelt. Etwas spät zwar, aber mit viel Liebe: hunderte von Narzissen, Muscari, Strahlenanemonen, Wildtulpen und Hasenglöckchen und und… Alles eben, was die Wunder-Kartons,  – Netze und  – Tüten von euch so hergaben. „Das Beste sind die Reste!“, sage ich ja gerne.“Danke nochmal dafür!“ …auch im Namen des Vereins und vor allem von Arne, der hat sich ja so darüber gefreut, unser 1. Vorsitzender und Eulenvater.

Frühlingserwachen mit der Obstbaum – Allee

Diese Obstbaum – Allee ist aber auch etwas sehr Besonderes! Wir haben sie hier vor gut 20 Jahren angelegt. Da hatte sich der Verein gegründet. Es war eine Protestaktion, ein sich Sträuben gegen eine Mülldeponie mit giftigem Klärschlamm aus dem Hamburger Hafen. Damals hatte halb Garbek sich empört, und zu diesem Verein zusammengetan.  Gemeinsam haben wir dann viel bewegt: haben den Mühlenbach, der kanalisiert war, wieder mäandern lassen. Und wir haben den Bereich um die große Lehmkuhle herum, samt ihrer Insel, wo sie den Klärschlamm einlagern wollten, aufgeforstet.

Die Tiere kommen sofort zurück, wenn Lebensraum entsteht

Das ist heute ein tolles Gelände, wo u.a. auch Kraniche brüten. Wir haben dort auch einen Redder, einen Hohlweg, als Wanderweg angelegt und eben diverse Weg – und Straßenränder mit Obstbäumen bepflanzt, die sowohl für die Insekten, als auch für die Menschen und Vögel von Bedeutung sind. Um Garbek herum sind tolle Spazierwege entstanden! Natürlich haben wir Gelder zur Förderung erhalten, die aber für sinnvolle Projekte eben auch zur Verfügung stehen.

Zwiebelnlegen,

Nun wird der Blütenreigen hier schon im frühen Frühling mit den Zwiebelblumen beginnen. Frühe Narzissen und Krokus mit der Pflaumenblüte. Dann folgt die Kirsche und schließlich die Apfelblüte… von nun ab mit Begleitmusik aus dem Gras… Wou!

Wenn dann noch der Raps dazu blüht, so wird es 2019 sein, wie man schon sehen kann…. traumhaft!

Passopp Zwiebeln 1

Passopp Zwiebeln 3

Passopp Zwiebeln 6Passopp Zwiebeln 9

Pausen gehören unbedingt dazu… Kennst Du Arne eigentlich?

Huch… jetzt geh ich erstmal an den Kochtopf, liebe Grüße, Tine

 

 

Christiane, tags darauf

Sooo, da bin ich wieder, liebe Svenja.

Mir fiel nämlich ein, daß Du Arne sehr wohl kennst. Wir haben doch unser Preisgeld vom Stockseehof, den 1.Preis für das schönste Gärtchen vom Wettbewerb um den Magischen Garten verschenkt, 2015 war das wohl. Die 1200.- haben wir, hat GARTENZEIT, damals Passopp für das Eulenprojekt gespendet. Da waren wir Gartenzeitler alle dabei. Ich habe nämlich im Archiv gekramt und bin fündig geworden… schau doch bloß mal!

Das Garbeker Eulenglück

…und das gleich mehrfach! Wir haben Glück gehabt, dass sich mit Arne ein so engagierter Naturfreund und liebevollen Eulenvater in Garbek niedergelassen hatte. Es ist einfach „sein Ding“ und das merkt man eben. Er begeistert andere Menschen, reißt sie mit und die Sachen klappen. Ja, die Steinkäuze haben sich in Garbek und Umgebung anscheinend niedergelassen… in freier Wildbahn.

 

Steinkauz 1
Symbolisch wird das Geld, was hauptsächlich für Futter gebraucht wird, an Arne überreicht.
Steinkauz 2
Die Eulen leben von Mäusen, Käfern und Würmern. Man kann tiefgefrorene tote Mäuse kaufen.
Steinkauz 4
Wir dürfen sie auch einmal halten… nichts ist umsonst auf dieser Welt…auch nicht für Eulen… Aber er scheint keine Angst zu haben. Er ist es wohl gewöhnt, der Steinkauz… so heißt unsere kleinste Eulenart .

Steinkauz 5

Steinkauz 7

Hier hat man noch einmal einen Blick auf die Volieren und auf den schönen Standort. Es ist das Urstromtal, in dem nun unten noch besagter Mühlenbach wieder ins mäandern gebracht wurde. Eines der biologisch wertvollsten Täler ganz Schleswig – Holsteins. Und  diese Volieren wurden geöffnet. Das heißt, dass die Vögel auch raus können und draußen jagen, wenn sie wollen. Sie bekommen aber auch noch drinnen Futter.

Darüberhinaus wurden im Großraum Garbek an die 60 Nistkästen für diese Vögel aufgehängt. Und einige Tiere wurden damit zusammen ausgebracht. Auch an unserem Haus hat so etwas stattgefunden. Zuerst verflogen sich die Tiere… verschwanden einfach. Es mussten Tiere nachgekauft werden und nachgezüchtet werden. Nun, nach fast 10 Jahren greifen die Maßnahmen: es sind wieder Steinkäuze heimisch in Garbek. Man hört und sieht sie !

Das ist ganz, ganz wunderbar!

 

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