Zierlauch

Svenja schreibt am 1. Juni

Liebe Tine,
dieses Jahr scheint die Zierlauch-Blüte so plötzlich zu kommen – war nicht gerade eben noch richtig Frühling mit Tulpen und nun ist schon Frühsommer?!  Und dann auch noch so irre heiß, dass alles so schnell aufblüht!

Ich bin hier gerade im Rausch:  Zierlauch überall und so viele Sorten, dass einem ganz schwindelig wird.  Herrlich!

Allium 'Purple Sensation'
Allium ‚Purple Sensation‘


Der Reigen fängt bei uns mit ‚Purple Sensation‘ an.  Er ist der erste und wird allein deshalb schon geschätzt!

Allium 'Globemaster'
Allium ‚Globemaster‘

Und ich liebe die dicken Kugeln vom ‚Globemaster‘, der im Gemüsegarten steht, voller Bienen (unser Nachbar ist Imker).

Allium 'Globemaster'
Allium ‚Globemaster‘
Nectaroscordon siculum
Nectaroscordon siculum

Und Nectaroscordon, der Honiglauch blüht auch schon mit seinen grün-rosa Glöckchen, schön!

Zierlauch mag unseren sehr sandigen Boden auch echt gern.   Staunässe können die Zwiebeln nicht gut vertragen.  Wichtig ist unbedingt, im Frühling zu düngen, sonst werden die Kugeln immer kleiner…..

Liebe Tine, hab einen schönen Tag und genieß Deinen Garten,
liebe Grüße
Svenja

 

Tine begeistert sich am Folgetag

Stimmt, Svenja… es kommt einem so ein bisschen wie im Zeitraffer vor,

Zierlauch, Zierlauch, Zierlauch

und bei euch gibt es mit Sicherheit gerade die schönsten Zierlauch-Pflanzungen Schleswig-Holsteins zu bewundern.  Diese Ausgewogenheit von üppiger Menge einerseits und vielfältig charmantem Umfeld andererseits, interessanten Begleitpflanzen bei tollem Farbspiel läßt den Betrachter verstummen und nur noch staunen und in vollen Zügen genießen. Welch eine Pracht und Vielfalt!

Allium, Tamariske, Zwiebelblumen - Pracht, Eremurus, Steppenkerze,

Nicht nur euer Blumenzwiebel – Handel…

Ganz sicher rührt die Schönheit auch daher, dass ihr mit Zwiebeln und Stauden handelt. Aber das reicht nicht. Es ist Rainers gestaltende Hand, die diese Pflanzungen erschaffen hat.  Sag mal, Svenja… seht ihr diese Schönheit eigentlich noch, oder ist sie zum Alltag geworden, zur Selbstverständlichkeit? Mir geht es besonders im Frühling so, dass mir die üppige Blumigkeit meines eigenen Gartens beim Nachhausekommen auffällt und so gut tut. Oft stelle ich meine Taschen vor der Haustür ab, gehe erstmal eine Runde durch den Garten und tanke auf.

Wer also auch am Blumenzwiebel – Rausch von Februar bis in den Sommer teilnehmen möchte, muss tätig werden. Und dem sei www.zierlauch.de  ans Herz gelegt… mit schönen Fotos…..

Erhalt und Vermehrung

Um dauerhaft Freude an seinen Zwiebeln zu haben, liebe Gartenfreunde, achtet doch bitte auf die Kulturhinweise für die verschiedenen Zwiebelarten und Sorten. Es gibt da ganz gravierende Unterschiede.

Narzissen mögen in der Regel einen guten, nahrhaften bis schweren, lehmigen Gartenboden. Sie stehen gern sonnig, aber es gibt auch schattenverträgliche Sorten und solche für durchlässige, steinige Böden.

Großblumige Tulpen brauchen einen sehr nahrhaften, aber durchlässigen Gartenboden. Bei Staunässe gammeln sie weg, egal ob sommers oder winters.

Auch fast alle Zierlaucharten und -sorten gedeihen nur unter diesen Bedingungen. Anders der Bärlauch. Er mag es schattig, humos und feucht.

Bei den Krokussen ist es der Elfenkrokus, Crocus tommasinianus, der den Schatten liebt. Er versamt sich reichhaltig.

Und es ist unerlässlich, dass wir unsere großblumigen Zwiebeln mit dem richtigen Dünger versehen, sobald sie aus der Erde gucken. Und wir wählen einen kalihaltigen Dünger. „Tomatendünger ist gut“, sagt Svenja immer. Keine Hornspäne bitte, sie sind stark stickstofflastig und bauen sich zudem viel zu langsam ab.

Wenn Zwiebelblumen sich wohlfühlen, dann vermehren sie sich auch, was man bei Versamungen gern übersieht. Denn nicht selten ähneln Zwiebelblumen-Babies  jungen Gräsern. Bei Allium ist das der Fall. Und die jätende Hand kennt da nix…  keimende, kleine, grüne Härchen springen im Frühjahr alle über die Jätekralle. Also aufgepasst und lieber etwas später jäten und auch mal schauen, was so alles von selbst kommt.

Tulpen und Narzissen vermehren sich hauptsächlich über Brutzwiebeln. Sie bilden kleine Nebenzwiebeln im Boden aus, die bei ausreichender Düngung auch zum Blühen kommen. Aber auch hier gibt es besonders bei Wildformen die Versamungsvariante.

Svenja, vielleicht kannst Du hier noch Hinweise auf besondere Sorten geben, die eine gute Vermehrungsrate haben. Mit Standort – Empfehlungen.

Gleich gibt es zum Tee Erdbeeren mit Schlagsahne satt… lecker!

Herzlich, Tine

Svenja schreibt am 9. Juni

Moin Tine,
ja, wir genießen unseren Garten auch, besonders im Frühjahr.  Gerade beobachten wir die Veränderungen:  Jetzt, wo wir seit Ende 2016 die Gärtnerei und die Schaugärten für Besucher geschlossen haben, geht es bei uns etwas „wilder“ zu.  Gerade Rainer macht hier viele neue Erfahrungen  (er ist doch eigentlich so ein Ordentlicher).  Nun darf Vieles, wie es mag.  Aber davon irgendwann mehr…

Zurück zu den Zwiebeln:

Ja, einige vermehren sich tatsächlich sehr schön, all die Kleinen, die Wildhafteren, bei Tulpen die Wildtulpen, bei Zierlauch der frühe Allium aflatunense und ‚Purple Sensation‘, später Allium stipitatum und natürlich die kleinen Arten und Sorten.

Die Kleinen:  Schnestolz und Anemone blanda, Winterlinge, Schneeglöckchen und Blausternchen mögen gern unter sommergrünen Gehölzen wachsen, vermehren sich willig, wenn nicht die Konkurrenz durch früh austreibende Stauden zu groß ist.

Narzissen, je wildhafter desto besser funktionieren sie zum Beispiel im Rasen, wenn das Laub stehen bleiben darf, bis es eingezogen ist.

Auch bei den Tulpen sind die einfacheren dauerhafter als die aufwendigen, Du weißt schon, gekraust oder gefranst kommt nicht so gut wieder wie einfach, Darwin-und Triumph-Hybriden sind sehr zuverlässig.  Auf jeden Fall ist Düngung wichtig, aber auch sommerliche Trockenheit.  Auf Böden, die im Sommer feucht sind oder  gegossen werden, darf man von Tulpen nicht zu viel erwarten.  Die Zwiebeln sind ja Speicherorgane und dafür angelegt, sommerliche Trockenheit zu überdauern.  In solchen Fällen lieber nach der Blüte ausgraben und trocken übersommern…..

Eine Lieblingstulpe, die gut wiederkommt ist die Triumph-Tulpe ‚Prinses Irene‘, die kennst Du bestimmt, orange, dunkel geflammt.   Es gibt da eine ähnliche, ganz neue Sorte, ‚Pretty Princess‘, in rosa, dunkel geflammt, mit dunklen Stielen, herrlich.

Schöne Grüße und bis bald
Svenja

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.