Narzissen – Teil 3

Christiane schreibt am Sonntag, 14. April

Moin… April macht was er will, liebe Svenja… egal, was andere, zum Beispiel die Narzissen, davon halten. Dabei möchte ich heute gerne einige besondere Sorten vorstellen. Solche, die jedenfalls für mich eine besondere Rolle spielen. Denn wenn man sich die Unterschiedlichkeit der vielen, vielen Sorten mal bewußt macht, kann ich nur staunen über deren Vielfalt und Schönheit. Wie gut nur, dass ich die Bilder schon Donnerstag und Freitag  gemacht hatte, denn…  schau nur! Gestern früh hatte  es Jonquille ‚Golden Echo‘ wirklich nicht leicht..  und heute morgen sehen einige Narzissen-Sorten doch etwas gebeutelt aus.

Obwohl sie weniger unter der Kälte gelitten haben, als unter der Schneelast. Denn die hatten sie immerhin bis mittags zu tragen.  Einige haben das nicht durchgehalten und sind abgeknickt.

Narcissus Golden Echo

Narzissensorten mit besonderer Note

Narcissus ‚Elka‘

Diese großkronige Miniatur-Narzisse gefällt mir sehr zwischen den vornehmen Muscari latifolium, die ich von Mary, aus England, geschenkt bekommen hatte. Mittlerweile haben sie sich gut versamt. Die kleine ‚Elka‘ habe ich 2017 dazwischengesetzt .

Narcissus Split-Corona ‚Cassata‘

Schmetterlings-Narzisse nennt man sie auch – guter Name- finde ich! ‚Cassata‘ wächst bei mir schon lange und sie mag es  im Lehmboden des Apfelgartens. Sie sieht gar nicht aus wie eine Narzisse, finde ich. Aber elegant kommt sie daher! Sie steht hier zusammen mit ‚Peeping Tom’… ein schönes, vornehmes Paar.

Narcissus ‚Pinza‘

Diese hohe, standfeste Schönheit ist meine persönliche Osternarzisse. Und zwar auch für einen Strauß auf dem Frühstückstisch. Ich werde dieses Jahr wohl erstmalig auf sie verzichten müssen.  Diese Großkronige blüht nun schon seit 3 Wochen, die ersten verblühen bereits… Ostern ist sehr spät dieses Jahr. und es soll richtig warm werden. Schade, denn sie ist von unübertrefflicher Strahlkraft und sagt: Fröhliche Ostern!

Narcissus ‚Golden Ducat‘

Erstaunlich, wie standfest diese Gefüllte ist. Der Schnee hat ihr nichts ausgemacht. Dabei sollte man meinen, daß ihr Blütengewicht ihr zu Verhängnis werden könnte. Wahrscheinlich ist sie kurzstängelig genug. Die Alpenveilchen-Narzisse ‚February Silver‘ passt gut in ihre Nachbarschaft. Beide haben eine lange Blühzeit… früh bis mittel, würde ich mal sagen. Leider ohne Duft. Übrigens stehen diese hier im Halbschatten und gedeihen gut.

Manche mögen heiß…

Narcissus jonquilla ‚Bell Song‘

In voller Sonne dagegen steht  ‚Bell Song‘, draußen vor der Buchenhecke, auf dem zwei Meter breiten Beetstreifen, an der Straße. Auf Gemeindeland. Bevor die Gemeinde da ihre üblichen Rosa rugosa anpflanzen konnte, hatte ich das Beet bereits gestaltet. Mit lauter Sonnenanbetern, denn auf der Südseite ist es richtig heiß und sommertrocken! Das mögen Zwiebeln, besonders die Jonquillen und Tazetten – die Südländer unter den Narzissen. ‚Bell Song‘ ist eine kleinblumige, neuere Sorte, die 2-3 fein duftende Blüten am Stängel trägt. Und ein Farbspiel hat sie von zitronengelber Knospe zu elfenbeinfarbenem Perianth, mit zartrosa Krönchen.

Entzückend und sehr passend vor dem winterbraunen Laub der Buchenhecke. Auch der Austrieb vom rotbraunen Blattwerk der Rose verschmilzt mit diesen Farben. Auf die Nachbarschaften des Neuaustriebes von Gehölzen und Stauden ist sehr zu achten bei der Gestaltung mit Zwiebelblumen… besonders bei den mittleren und späten Blühzeiten von Tulpen und Narzissen. Da kann man sehr schöne Kombinationen mit dem Umfeld hinkriegen.

Eine aus alter Zeit…

Narcissus barrii ‚Conspicious‘

…und ich finde, sie strahlt es aus! Sie ist von so einer so altmodischen Lieblichkeit mit ihren sanften Gelb…, dem hellorangenen Krönchen… so ein bischen aus der Zeit gefallen… ich weiß gar nicht zu beschreiben, woran das liegt. Sie ist einfach eine von den Besonderen meines Gartens! Allerdings ohne Duft. Aber sie sieht soo duftig aus!

Kannst Du, liebe Svenja, noch weitere Historische vorstellen?

Abschließend – eine von den kleinen Wilden

Narcissus bulbocodium

Und ich bin richtig stolz, dass ich diesen Winzling, diese Reifrocknarzisse… ja, so heißt sie wirklich… dauerhaft bei mir ansiedeln konnte! Sie mag auf der Trockenmauer zwischen den Tonscherben und alten Ziegeln und Resten von Bau unseres Hauses sein. Einen durchlässigen Standort, der im Sommer aber nicht gänzlich austrocknet, den hat sie da anscheinend gefunden. Ich hatte einst 10 Stück gepflanzt, diese sind nachgeblieben. Sie hat eine sehr lange Blühzeit… ich bin oft erstaunt, sie da immer noch blühen zu sehen.

… und Svenja, die eine oder andere tolle Jonquille habt ihr doch sicher im Sortiment … wäre sicher auch noch interessant… bitte…

Aber ich weiß, Du bist im Ostergeschäftstress…

…hab erstmal einen guten Sonntag!

Tine

Svenja schreibt am Montag

Moin Tine,

ich hab im Moment echt grad keine Zeit, aber ich melde mich…..

Hier aber schon mal eine Historische, die für viele Menschen auch schöne Erinnerungen an die Gärten ihrer Kindheit mitbringt:  Die Dichternarzisse:

Dichternarzisse Actaea
Narcissus poeticus ‚Actaea‘

Später mehr, liebe Grüße

Svenja

 

 

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