Gelb! Gelb! Gelb!

Rainer schreibt am 4. Juni

Hallo, meine Damen!

Gelb! Gelb! Gelb!

Also, so leuchtend gelb, wie es dieses Jahr bei uns im Garten aussieht, so gelb habe ich es noch nicht gesehen.

Vielleicht täuscht ja auch der Eindruck, aber auf alle Fälle ist meine Begeisterung gerade so groß, das ich Euch – mal wieder – daran teilhaben lassen möchte!

Goldgleditschie
Besonders schön wirken die Goldschätze hinter der dunkelgrünen Hecke.

Der Goldregen (Laburnum watereri ‚Vossii‘) steht in voller Blüte!
Die Gold-Gleditschien (Gleditsia triacanthos ‚Sunburst‘) treiben so wahnsinnig schön aus!
Und der Goldgelbe Eschen-Ahorn (Acer negundo ‚Odessanum‘ zeigt seine  gelben Blätter schon etwas länger.

Ist das nicht eine tolle Kombination?!

Goldgleditschie
Die goldlaubigen Gehölze strahlen mit der Sonne um die Wette!

Das Thema unseres Heißen Gartens sind ja die Farben Gelb-Orange und Rot. Nach den leuchtenden Zwiebelblühern sind jetzt eindeutig die Gehölze die Hauptdarsteller!

Goldgleditschie
Über der dunklen Hecke leuchten die Goldgleditschien.

Selbst heute nachmittag bei bedecktem Himmel (und nach dem ersten Regen seit langem!!!!) leuchten die Bäume! Sie können es glatt mit der Sonne aufnehmen.

Goldgleditschie
Goldgleditschie

So, genug geschwelgt. Was meint Ihr denn?

Goldregen
Goldregen

Ganz liebe Grüße an alle Gartenschnacker von Rainer.

 

Tine darauf

Oh Rainer… mein Herz geht auf! Es schlägt doch auch so für diese goldgelben Schönheiten… und besonders eben für Goldgleditschien.

Es ist schon mehr als 25 Jahre her, als ich diese herrlichen Gehölze in einer riesigen Baumschule im Oldenburgischen entdeckte. „Sie werden Großbüsche oder kleine Bäume“, sagte mir damals der Baumschulmensch. Der für mich absolute Fachmann – natürlich! Fortan plante ich dieses wunderbare Gehölz immer mal wieder an passenden Stellen in meine Kundengärten hinein und bekam es auch von ihm geliefert.

Und auch in meinen eigenen, neuen Garten pflanzte ich sie natürlich. Das war im Jahre 2000. Inzwischen hatte auch Bernd Abel, Pflanzenhändler und mittlerweile Mitglied von Gartenzeit, diese Gehölze im Angebot. Junge, spiddelige Sträucher waren das, als ich sie pflanzte, 1m hoch.

Junge GoldgleditieGoldgleditien in meinem Garten, nach 4-5 Jahren
Goldgleditien nach 13 Jahren

Fast 10 Jahre später waren es richtige kleine Bäume geworden. Sie wuchsen jedes Jahr beträchtlich und ich mußte sie kräftig beschneiden, denn gar zu groß sollten sie an der Südfront auch nicht werden. Aber wir genossen das Goldgelb ab Mitte Mai,  ab Juli das lichte Grün dieser herrlichen Bäume den ganzen Sommer über. Denn selbst an einem trüben Tag, fällt dir das Sonnenlicht ins Haus mit diesen Bäumen vor den Fenstern… so das Gefühl.

Herrliche Schattenbäume

Sie sind als Schattenspender ideal. Treiben spät im Jahr aus und schmeißen das Laub nach ersten Frösten sofort ab. Die fiedrigen Blätter zerfallen einfach. Es gibt kaum Laub zu harken, es vermodert schnell in den Beeten.

Aber dann machten wir eine Gartenreise nach England. Sie war ganz wunderbar. Und der Zufall wollte es, dass wir eine schon alte Goldgleditschie, sahen. 30 jährig mag sie gewesen sein. Heute weiß ich: sie werden noch deutlich größer als jene, die mir in England die Augen öffnete. Sie hatte die Ausmaße einer erwachsenen Süßkirsche… also gut 20m im Durchmesser, wohl 15m hoch. Hoppla?

Später sah ich noch größere und richtig alte Exemplare in Süddeutschland. Und ich hörte von der Buchhändlerin Andrea Fischer, der wir wenig später den Senkgarten machten, dass ihr ganzer Garten einst von einer Goldgleditschie überdacht war. Der Baum starb dann aber ab, soviel ich erinnere… war jedenfalls nicht mehr da, als wir anfingen. Nur den mächtigen Stumpf im Garten konnte man sehen. Und der ist heute noch da.

Daraufhin beschlossen wir schweren Herzens, unsere Goldgleditschien  vor dem Haus zu roden. 3 Bäume vom Kaliber einer Walnuss mit einer Stammdicke von 80cm oder mehr, das würde nicht gut sein.

Du kannst Dir sicher vorstellen, lieber Rainer, was das für eine Entscheidung das war.

Alternativen

Es gibt sie nicht wirklich, die Alternative, denn diese Bäume sind von so einer lichten Leichtigkeit… einfach göttlich!

Aber es gibt ander goldgelbe Schönheiten. Du nennst ja bereits welche und ich möchte eine weitere Pflanze hinzufügen, die auch sehr viel Spass macht: den Goldhopfen! Aber auch diese Pflanze ist mit Vorsicht zu genießen, weil sie mit den Jahren auch einen erheblichen Ausbreitungsdrang an den Tag legt. Aber weil sie jedes Jahr von unten neu austreibt, wie eine Staude, kann man sie beherrschen. Und dann ihre jungen Triebe, wie Spargel, essen. Delikat!

Gleditia t. 'Sunburst'
Humulus lupulus ‚Aureus‘ in einer Rosa canina… in meinem Garten

Danke, lieber Rainer, für die Würdigung dieses Themas und dieser herrlichen Bäume!

Tine

 

 

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