Alle Vögel sind schon da… an der Futterstelle

Christiane schreibt am 18. März

 

Guck mal, Svenja. Und es werden immer mehr Arten, die sich in den letzten Wintern so einstellten. Also Stieglitze sah ich hier am Haus vorher noch nie. An Körnerfressern, an Finkenvögeln sind es Dompfaffen, Kirschkernbeisser, Grünfinken, Girlitze, Stieglitze, Erlenzeisige, Buchfinken, Goldammern und ganz selten Wintergoldhähnchen.  Und natürlich kommen jede Menge Feld- und Haussperlinge an die Futterstelle… wir haben reichlich davon. Aber an anderer Stelle sind diese vorwitzigen Vögel am Aussterben.

finken-1

Das passende Futter ist wichtig

Und man kann es auch an unterschiedlichen Plätzen kaufen. Also ich kaufe es sackweise in einem Mühlenbetrieb. Das ist frisch und preiswert.
Und ich füttere Sonnenblumenkerne mit Erdnüssen und Hanfsamen vermengt, sowie das feine Waldvogelfutter. Ich streue das Futter ins Vogelhaus und auf den Erdboden, unter die Hecken und Sträucher. Einige Vögel nehmen das Futter lieber vom Boden auf. Oder sie sind zu scheu für das Futterhaus. Außerdem findet die Menge von Vögeln da gar nicht Platz.

Hinzu kommen gefettete Haferflocken und Fettfutter. Daran laben sich besonders Amseln, Rotkehlchen, Zaunkönig, Heckenbraunelle, Kleiber und verschiedene Meisenarten… manchmal zieht sogar ein Trupp Schwanzmeisen durch. Ab und zu kommt ein Kleiner Buntspecht.  Türkentauben und ein Pärchen Ringeltauben gibt es auch. Und nun sind ja auch Stare wieder da und gestern sang zum ersten Mal die Singdrossel. Mein Gott, Svenja – ist das schön! „Frühling… ja, du bist’s… dich hab ich vernommen!“… diese Verse treffen es …

Auch im Sommer füttern?!

Gerade gestern habe ich in Terra-X gesehen, dass wir im Sommer bei Schlechtwetter so einen Insektenmangel haben, dass die Brut der Vögel nicht ausreichend Futter bekommt und stirbt. Peng! Wenn dann Fettfutter da ist, nehmen die Altvögel das eigentlich schlechtere Futter für sich, als Flugbenzin, als Nahrung. Sie füttern Ihre Jungen, so lange es ihnen möglich ist, mit den nahrhaften Insekten. Man hat das untersucht und im Film gezeigt. Das hat mich überzeugt.

Ihr füttert ja schon länger das ganze Jahr hindurch. Und ich finde eure Hänge – Tonhäuser dafür sehr geeignet, man kann quasi alles hineintun, was man will. Außerdem sind sie sind hygienisch, was besonders im Sommer so wichtig ist. Und den Sturm- und Regentest haben sie bei mir auch gerade bestanden. Also das Futter bleibt da drin fast ganz trocken. So finde ich die deutlich besser, als die Kunststoff – Futtersilos, die ich bisher hatte. Das Futter rutsch nicht ordentlich nach und es regnet unten rein, sodass alles verklebt. Dauernd muss man nachhelfen… nee.

Rainer hat doch bestimmt Fotos bei euch im Garten von den Tonhäusern gemacht… auch mit Vögeln dabei. Und es ist ja auch irre, wie frequentiert die sind… das geht ja im Sekundentakt…

Ja, Rainer hat Fotos, hier sind sie!

Futtersilo

FutterstationUnd Svenja – juchuu – die Sonne scheint! Übermorgen ist Frühlingsanfang!

Ganz herzlich, Tine

PS. Und Du hast mir immer noch keine Rechnung für die Vogelhäuser geschickt!

Svenja am 20. März

Moin Tine,

Ja, die Vogelhäuser aus Ton sind wirklich schön – und ich hab den Eindruck, es macht den Vögeln nicht nur nichts aus, sondern sogar Freude, dass sie, wenn sie dort landen, sich im Kreise drehen….  Schön!

Wir haben ja auch noch diesen Baumstamm, etwa einen Meter lang, in den wir mal Löcher gefräst haben.  Die Löcher füllen wir mit einer Mischung aus Rindertalg und Vogelfutter auf.  Und die Vögel lieben es.  Auch einige Spechte kommen hierher, es ist wirklich schön.  Seit es unseren Schlachter hier im Dorf nicht mehr gibt, nehmen wir stattdessen Kokosfett….  Leider hab ich grad kein Foto davon, wie er aussieht, wenn er voll ist, aber leer sieht er so aus:

HolzklotzDann legt man ihn zum Befüllen hin und wenn das Fett hart ist, dann kann man auch die andere Seite noch befüllen.

Buntspechtund mit Specht sieht er so aus…

Tine, es gibt ein ganz tolles Buch über Vogelfütterung – kennst Du das eigentlich:  „Vögel füttern, aber richtig“ von Berthold und Mohr???

Das finde ich richtig informativ und man kann es auch abends im Bett lesen…

Liebe Tine, einen schönen Tag Dir und herzliche Grüße

Svenja

 

Christiane am Tage darauf

Oh, das helle Haus mit dem blauen Dach ist ja auch cool. Sieht aus, wie für die Meisen gemacht…

Nein, Svenja, das Buch über’s Füttern kenne ich nicht, habe aber schon davon gehört.

Tschüß, und grüß den Fotografen!

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.